
Wussten Sie schon? Interessantes über Erdbeeren
Wenn es um Saisonalität und die Lebensmittel geht, die wir zu bestimmten Jahreszeiten genießen, bricht für viele von uns endlich die liebste und süßeste Zeit an: heimisches Obst, allen voran ERDBEEREN! 🍓
Viele schätzen sie wegen ihres unwiderstehlichen Aussehens und des süßen Geschmacks, den sie der Sonne verdanken. Zudem sind sie reich an Wasser und Vitaminen. Sie besitzen außerdem aphrodisierende Eigenschaften und haben sich auch bei Niedergeschlagenheit als wohltuend erwiesen.
Unsere Erdbeeren bergen so manches Geheimnis – deshalb widmen wir diesen Artikel genau ihnen und ihren kleinen Besonderheiten.
Machen Sie sich also bereit für… wussten Sie schon? 🍓
Wussten Sie schon, dass Erdbeeren eigentlich zu den Rosengewächsen gehören?
Sie gehören zur Familie der Rosaceae, genau derselben Pflanzenfamilie wie die Rosen.
Das mag überraschen, aber tatsächlich zählen zur großen Familie der Rosaceae auch viele andere Obstsorten – wie Äpfel, Himbeeren und Pflaumen.
Wussten Sie schon, dass sie gar keine echten Früchte sind?
Was wir essen – rot, süß und saftig –, ist nicht die eigentliche Frucht der Erdbeere, sondern der verdickte Blütenboden, den Botaniker als „Scheinfrucht“ bezeichnen. Aus botanischer Sicht gehört die Erdbeere nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten.
Genau das erklärt auch ihr allergenes Potenzial, denn Menschen mit einer Nüsse-Allergie können mitunter auch auf Erdbeeren allergisch reagieren.
Die eigentliche Frucht der Pflanze
Eine weitere Besonderheit der Erdbeere ist, dass sich ihre Samen auf der Außenseite des Fruchtfleisches bzw. der sogenannten „Scheinfrucht“ befinden. Das Erstaunliche daran: Genau diese kleinen Körnchen sind die eigentlichen Früchte der Pflanze und dienen ihrer Vermehrung.
Das Ergebnis der Kultivierung
Ursprünglich gab es wie bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten nur jene Erdbeeren, die wir heute als Walderdbeeren kennen. Sie sind deutlich kleiner, schmecken häufig etwas säuerlicher (obwohl das keine Regel ist) und wachsen wild in Wäldern und auf Wiesen.
In unserer Kindheit konnte man sie fast überall finden, doch durch die immer intensivere Mahd und die Urbanisierung verschwinden sie nach und nach aus den Landschaften, genau wie viele andere heimische Wiesenpflanzen. Früher wuchsen sie häufig an Wegrändern und auf offenen Flächen, wo sie zur Vielfalt der heimischen Flora beitrugen.
Die Entwicklung des Erdbeeranbaus begann bereits im Römischen Reich, wo die ersten Formen ihrer Kultivierung im Freiland dokumentiert wurden. Später entstanden mit dem Fortschritt der Landwirtschaft und des Gewächshausanbaus zahlreiche Zuchtsorten. So wurden die Früchte allmählich größer und saftiger, bis sie die Form annahmen, die wir heute kennen und genießen.

